Vielleicht weißt du längst, was sich verändern muss
- Kathrin Riepertinger

- vor 5 Tagen
- 5 Min. Lesezeit
Wir sind immer noch mitten im Finsterportal.
Und gleichzeitig fühlt es sich gerade schon wieder ein bisschen anders an.
Die Sonne ist in die Jungfrau gewandert und ich merke diesen Shift total. Nicht unbedingt so, dass plötzlich von einer Sekunde auf die andere alles anders wäre. Eher viel subtiler.
Es ist mehr dieses Gefühl von:
Okay. Ich sehe langsam klarer.
Ich weiß mehr, was ich will.
Ich merke deutlicher, was ich nicht mehr will.
Und ich beobachte gerade sehr stark, wie viele Entscheidungen eigentlich längst in uns entstehen, bevor wir sie überhaupt bewusst treffen.
Manchmal läuft so ein Prozess einfach unter der Hand.
Du merkst plötzlich, dass du auf etwas keine Lust mehr hast.
Dass dir manche Menschen viel mehr Energie ziehen als früher.
Dass du bestimmte Dinge anders machen möchtest.
Dass sich dein Blick auf Arbeit, Beziehungen, Routinen oder auch auf dich selbst verändert.
Und irgendwann denkst du:
Ah. Okay. Da hat sich wohl schon längst etwas in mir verschoben.
Genau das finde ich gerade so spannend.
Wir haben schon viel vom Finsterportal hinter uns... Die letzten Wochen waren intensiv.
Nicht unbedingt nur im Sinne von Drama oder großen Ereignissen.
Vieles passiert ja viel leiser.
Und genau das wird oft unterschätzt.
Finsterportale müssen nicht immer bedeuten, dass plötzlich alles auseinanderfliegt.
Manchmal zeigen sie sich eher dadurch, dass Dinge klarer werden.
Dass etwas, was vorher noch irgendwie ging, plötzlich nicht mehr geht.
Dass du bei manchen Themen nicht mehr zurückkannst.
Dass du merkst:
So möchte ich es in Zukunft nicht mehr haben.
Und ich glaube, genau da stehen gerade viele.
Wir sind noch nicht ganz durch.
Aber wir sind auch nicht mehr da, wo wir vor zwei paar Wochen waren.
Und jetzt kommt die Jungfrau-Zeit dazu.
Jungfrau-Zeit heißt für mich: sortieren
Die Jungfrau wird gerne auf Ordnung, Perfektionismus und To-do-Listen reduziert.
Aber für mich geht es bei dieser Energie viel mehr darum, wieder genauer hinzuschauen.
Was tut mir wirklich gut?
Was passt noch?
Was passt nicht mehr?
Wo verliere ich Energie?
Was ist unnötig kompliziert geworden?
Was darf einfacher sein?
Und vor allem:
Was funktioniert für mich im echten Leben?
Nicht auf dem Papier.
Nicht in der Theorie.
Nicht so, wie es eigentlich sein sollte.
Sondern wirklich für mich.
Und genau das ist gerade eine schöne Ergänzung zum Finsterportal.
Denn nachdem die letzten Wochen vieles aufgewühlt haben, beginnt jetzt langsam dieses innere Sortieren.
Nicht alles muss sofort entschieden werden.
Aber vieles darf angeschaut werden.
Gerade hochsensible Menschen spüren solche Phasen oft besonders
Ich merke immer wieder, wie unterschiedlich Menschen mit intensiven Zeiten umgehen.
Manche sind relativ unbeeindruckt.
Andere spüren jeden kleinen Shift.
Stimmungen.
Räume.
Menschen.
Unausgesprochene Spannungen.
Veränderungen.
Und wenn du sehr fein wahrnimmst, kann genau das manchmal wunderschön sein.
Aber eben auch unglaublich anstrengend.
Denn nur weil du viel wahrnimmst, heißt das nicht, dass du auch alles tragen musst.
Das ist für mich gerade ein ganz wichtiges Thema.
Nicht alles, was du spürst, gehört zu dir.
Nicht jede Stimmung ist deine.
Nicht jedes Problem braucht deine Lösung.
Nicht jeder Mensch braucht Zugang zu dir.
Nicht jede Einladung braucht ein Ja.
Nicht jede Erwartung von außen muss von dir erfüllt werden.
Und gerade da finde ich die Jungfrau-Energie so hilfreich.
Weil sie uns wieder in die Unterscheidung bringt.
Was ist meins?
Was ist deins?
Was tut mir gut?
Was ist zu viel?
Was darf ich draußen lassen?
Vielleicht brauchen wir gerade nicht mehr Input
Gerade wenn man sensibel ist, neigt man manchmal dazu, noch mehr verstehen zu wollen.
Noch mehr reflektieren.
Noch mehr analysieren.
Noch mehr nachlesen.
Noch eine Karte ziehen.
Noch ein Reading anschauen.
Noch einmal darüber reden.
Aber vielleicht brauchen wir gerade gar nicht mehr.
Vielleicht brauchen wir weniger.
Weniger Input.
Weniger Menschen.
Weniger Lärm.
Weniger Verpflichtungen.
Weniger Druck.
Und mehr von dem, was uns zurück zu uns bringt.
Schlaf.
Bewegung.
Gutes Essen.
Ruhe.
Natur.
Ein aufgeräumter Raum.
Ein Nein.
Ein abgesagter Termin.
Das Handy auf lautlos.
Manchmal ist genau das wirklich genug.
Das Finsterportal arbeitet auch dann, wenn wir nichts tun
Das ist vielleicht gerade eins meiner größten Erkenntnisse.
Wir müssen nicht jeden Prozess aktiv steuern.
Manche Dinge entwickeln sich sowieso.
Du bemerkst sie irgendwann einfach.
Plötzlich ist da ein Gedanke, der vorher noch nicht da war.
Oder du reagierst anders als früher.
Oder du merkst:
Interessant. Das triggert mich gar nicht mehr so.
Oder eben:
Nein. Das will ich wirklich nicht mehr.
Und dann hat sich längst etwas verändert. Ich glaube, wir dürfen viel mehr darauf vertrauen, dass innere Prozesse nicht immer sichtbar sein müssen, um wirksam zu sein.
Und dann kommt Ende August noch einmal richtig Bewegung rein
Ende August wartet noch einmal eine Mondfinsternis in den Fischen.
Und ich finde gerade diese Kombination aus Jungfrau und Fische unglaublich spannend.
Die Jungfrau möchte sortieren.
Die Fische möchten loslassen.
Die Jungfrau möchte verstehen.
Die Fische möchten vertrauen.
Die Jungfrau fragt:
Was ist konkret?
Die Fische fragen:
Was fühlst du?
Und vielleicht brauchen wir gerade beides.
Nicht nur Intuition.
Nicht nur Struktur.
Nicht nur Vertrauen.
Nicht nur Kontrolle.
Sondern eine gute Mischung daraus.
Zu spüren, was richtig ist.
Und dann im echten Leben etwas daraus zu machen.
Genau da liegt für mich auch der Wert von Astrologie
Ich nutze Astrologie nicht, weil ich möchte, dass sie mir sagt, was ich tun soll.
Ich möchte nicht mein Leben danach ausrichten, ob irgendein Transit mir heute erlaubt, eine Entscheidung zu treffen oder nicht.
Für mich ist Astrologie eher ein Werkzeug zum Einordnen.
Ein bisschen wie ein Blick auf das Wetter.
Ich weiß dadurch nicht exakt, was passieren wird.
Aber ich verstehe besser, welche Themen gerade in der Luft liegen.
Und manchmal hilft mir das extrem. Vor allem in Phasen, in denen sich vieles gleichzeitig bewegt.
Dann kann ich eher sagen:
Okay. Ich muss das jetzt nicht sofort lösen. Ich darf erst mal beobachten.
Und genau das fühlt sich gerade sehr passend an.
Ich merke das auch bei mir selbst
Bei mir sortiert sich gerade unglaublich viel.
Im Business.
In meiner Arbeit.
In der Frage, wie ich arbeiten möchte.
Was ich anbieten möchte.
Welche Dinge ich miteinander verbinden möchte.
Was sich wirklich nach mir anfühlt.
Und ich merke immer mehr, dass viele Antworten gar nicht plötzlich kommen. Sie waren eigentlich schon da.
Ich habe sie nur nach und nach ernster genommen.
Und genau so entstehen Veränderungen oft.
Nicht mit einem riesigen Knall.
Sondern mit vielen kleinen:
Nee. Das will ich anders.
Oder:
Davon möchte ich mehr.
Oder:
Das passt eigentlich gar nicht mehr zu mir.
Und irgendwann ist der Punkt erreicht, an dem man nicht mehr zurückkann.
Nicht weil man muss. Sondern weil man sich selbst inzwischen zu gut verstanden hat.
Jungfrau-Zeit heißt nicht: noch besser werden
Das möchte ich wirklich betonen.
Denn gerade Jungfrau-Energie kann schnell in dieses Optimieren kippen.
Und dann kommen endlich die BER-Monate
Und ganz ehrlich? Darauf freue ich mich wirklich jedes Jahr.
September.
Oktober.
November.
Dezember.
Die BER-Monate.
Meine absolute Lieblingszeit.
Ich liebe diese ersten Tage, an denen die Luft morgens anders riecht.
Noch nicht richtig kalt.
Aber eben nicht mehr Sommer.
Diese ganz bestimmte Herbstluft.
Ich liebe Ende September.
Ich liebe Oktober.
Ich liebe Kerzen.
Tee.
Dunklere Abende.
Decken.
Spaziergänge.
Kakao.
Räuchern.
Golden Hour im Herbst.
Und natürlich:
Witchy Season.
Und während ich das schreibe, freue ich mich ehrlich gesagt einfach nur darauf, was die nächsten Wochen bringen.
Auf mehr Klarheit.
Auf mehr Ordnung.
Auf weniger unnötiges Zeug.
Auf die ersten kühleren Morgen.
Auf den Herbst.
Auf Witchy Season.
Und irgendwie auch darauf, zu sehen, was von all dem, was sich gerade im Hintergrund bewegt, bald im Außen sichtbar wird.
Ich glaube, da sortiert sich gerade mehr, als wir denken.

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